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Ein Essay über Bücher, Scham und die Dinge, die wir heimlich lesen Manchmal fängt eine Geschichte nicht mit einem Menschen an, sondern mit einem Buch. Mit einem Umschlag, einem Titel, einem Moment der Unachtsamkeit. Ich hätte nie gedacht, dass ein einzelner Roman so viel auslösen könnte – nicht im Außen, sondern in mir. Aber Bücher…

Wenn Susan Sontag Anaïs Nin das Licht löscht Es gibt Nächte, in denen man Susan Sontag nicht erträgt. Wenn ihr scharfer Intellekt wie ein kaltes Skalpell durch die Wärme der eigenen Sehnsucht schneidet. Wenn jede Metapher entkleidet, jeder Stil entmachtet wird. Und doch: Wer die Liebe zur Literatur ernst meint, kehrt immer wieder zu ihr…

Ein persönlicher Streifzug durch das sinnliche Universum einer radikal empfindsamen Autorin Es gibt Autorinnen, die man liest – und solche, denen man lauscht. Marguerite Duras gehört zu Letzteren. Ihre Sprache ist kein Werkzeug, sie ist ein Zustand. Flirrend, verlangend, schmerzlich schön. Wenn ich ihre Texte lese, atmen sie mich ein. Und ich atme aus –…

Warum ich sie immer wieder lese Ich weiß nicht mehr genau, wann ich Anaïs Nin zum ersten Mal gelesen habe. Aber ich erinnere mich an das Gefühl. Es war, als würde jemand Worte für etwas finden, das in mir längst existierte – flüchtig, formlos, verborgen. Ihre Sätze hatten nichts Rechthaberisches. Sie waren wie ein Blick…

Ein Essay über das sinnliche Potenzial von Literatur, über sprachliche Berührung, über Bücher, die mehr sind als Geschichten.

Über das erotische Potenzial des Ungesagten. Wie Schweigen, Pausen und Leerstellen mehr erzählen als explizite Szenen.




